Nach der Bekanntgabe der neuen hessischen Leistungsübung entschied man sich in Bönstadt diese, über Jahre erfolgreiche, Wettkampfserie zu beenden und stattdessen die traditionellen Wettkämpfe nach CTIF zu bestreiten. Zum Jahreswechsel 2008 / 2009 fanden die ersten Trainings unter Anleitung von Nidderauer Kameraden statt. Schnell zeigte sich, dass man die jahrelange Wettkampferfahrung nutzen und in diese neue Form einbringen konnte.
Dies bestätigte sich auch in guten Platzierungen bei diversen Kuppel-Wettbewerben im Frühjahr.
Daher entschied man sich bei dem ersten kompletten Wettkampf (Löschangriff und Staffellauf) gleich die Abnahme des Bundesleistungsabzeichens in Bronze zu beantragen. Hierfür ist es erforderlich die Mindestpunktzahl von 320 Punkten nicht zu unterschreiten. Diese Punktzahl setzt sich zusammen aus der Startpunktzahl von 500 Punkten abzüglich der Zeit in Sekunden für den Löschangriff und den Staffellauf. Ebenfalls abgezogen werden die Fehlerpunkte die währen der Übungen "gesammelt" wurden.
Für den ersten Wettkampf hatten wir uns also eine hohe Messlatte gelegt. Die anfängliche Nervosität verflüchtigte sich rasch durch die schnelle Abfolge der Übung. Nach 49,3 Sekunden war der erste Teil gepackt! Lediglich 10 Fehlerpunkte "schmückten" die sonst leeren Bewertungsbögen der Schiedsrichter. Diese waren von der sauberen Übung genauso überrascht wie wir und fragten wer uns denn so gut trainiert hätte?!? Vielen Dank nochmals an die 4 Nidderauer Kameraden!!!
Direkt im Anschluss fand der Staffellauf statt. Hier waren 8 x 50 Meter zu bewältigen. Einige dieser Teilstücke waren mit Hindernissen wie etwa einer 1,60m hohen Wand oder einem Schwebebalken versehen. Am meisten herausfordernd jedoch war das Rohr: Ein etwa 8 m langes und 70 cm im Durchschnitt messendes Kunststoffrohr welches durchsprungen werden musste. Hindurch zu krabbeln wäre sicherlich auch möglich benötigt aber zu viel Zeit. Daher wird aus vollem Anlauf in das Rohr gesprungen und auf den Knie- und Ellenbogenschonern bis ans Ende geschlittert.
Da wir dieses nur einmal mit wenig Erfolg üben konnten sahen wir hier die größten Schwierigkeiten. Aber weit gefehlt!!! Der Rohrspringer rutschte fast bis zum Ende des Rohres. Lediglich eine Handbreit hatte gefehlt!!
Fehlerfrei im Staffellauf hieß es dann am Ende der Übung durch die Schiedsrichter!
Damit war uns im ersten Wettkampf überhaupt die Abnahme des BLAs mit einer Punktzahl von 373,2 gelungen.
In der Tageswertung belegten wir sogar Platz 13 von 33 Mannschaften in der Leistungsgruppe A.
