776 Kilometer trennen die beiden Dörfer –und doch verbindet Bönstadt und Zwentendorf eine enge Freundschaft: Seit 30 Jahren statten sich die Feuerwehren aus Niddatal und dem niederösterreichischen Örtchen gegenseitig Besuche ab. Zum runden Geburtstag der Partnerschaft waren am Wochenende knapp 30 Kameraden aus Österreich nach Bönstadt gekommen – viele mit den obligatorischen (meist flüssigen) Gastgeschenken für ihre deutschen Freunde.
Alles begann 1980 mit der Teilnahme an einem Feuerwehr-Wettbewerb in Laa an der Thaya. Dort wurden die Bönstädter von den Kameraden aus Zwentendorf aufgenommen – es entwickelte sich eine Freundschaft, die bis heute hält. Fast jedes Jahr trifft man sich – mal mit größeren Gruppen, mal bei privaten Besuchen.
Auch an diesem Wochenende stand die Geselligkeit im Vordergrund: Nach einer überzehnstündigen Fahrt wurden die Kameraden aus Zwentendorf am Abend von ihren Gastgebern freudig begrüßt und einquartiert.
Samstags fuhren die jüngeren Brandschützer in den Kletterpark nach Friedrichsdorf, die älteren un-ternahmen eine Führung durch den ehemaligen Bunker in Ilbenstadt, schauten sich die Oldtimer-Ausstellung in Nieder-Wöllstadt an oder besuchten den Mittelaltermarkt in Bruchenbrücken. Am Abend begann nach einer Kranzniederlegung auf dem Bönstädter Friedhof der Kameradschaftsabend im Gerätehaus, in dem für reichlich Essen und Trinken gesorgt war. Alt-Bürgermeister Winfried Martin, Rathauschef Dr. Bernhard Hertel und sein österreichischer Amtskollege Franz Schmidt waren vor Ort, um zu gratulieren. Gemeinsam wurde bis weit nach Mitternacht gegessen, geredet und gefeiert, ehe die Österreicher am Sonntagmorgen die lange Heimreise antraten.
Quelle: Wetterauer Zeitung vom 01.09.2010
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