StartseiteBerichteJugendfeuerwehr15.08.2010 JF Zeltlager im Dopplepack

15.08.2010 JF Zeltlager im Dopplepack

Blauer Himmel, Sonnenschein mit bis zu 35° C im Schatten und der Duft von Sonnencreme liegt in der Luft....tja das hätten wir uns gewünscht im diejährigen Zeltlager der Jugendfeuerwehr Bönstadt. Bekommen haben wir stattdessen einige schöne, aber auch einige sehr verregnete Tage. Aber Schwamm drüber!! Wir waren in die weite Welt hinausgezogen um Spaß zu haben und den können wir bei jedem Wetter haben!

Bereits im Frühjahr haben wir mit der Planung für dieses Zeltlager begonnen. Neu war diesmal eine Vorausfahrt auf den vorgesehenen Campingplatz, um die Sanitären Anlagen, die Freitzeitmöglichkeiten und vieles mehr in Augenschein zu nehmen.


Nun wie kamen wir auf diesen Platz? Da wir im Doppelpack anreisen wollten (Wir aus Bönstadt und die JF Stein aus Stein an der Ostsee) musste es ein Platz sein der für beide Jugendfeuerwehren den gleichen Anfahrtsweg bedeutet. Dieser lag jeweils ca. 350 km von beiden Startpunkten weg.

Mit der Besitzerin wurden wir schnell einig bezüglich Bezahlung und "Was dürfen wir". Letzteres gestaltete sich sehr einfach, da wir eine riesige Wiese unser Eigen nennen durften. Diese lag etwas abseits des restlichen Campingplatzes und gestattete es uns somit auch abends etwas lauter zu sein ohne die Nachbarschaft zu stören.

Aus den Planungen wurde sehr schnell Realität: Am Samstag den 7. August um 4:00 Uhr startete die Kolonne, bestehend aus 2 Bussen und einem Anhänger. Letzterer wurde vor kurzem durch den Feuerwehrverein angeschafft.

Nach kurzer Fahrzeit von ca 4-5 Stunden erreichten wir den Platz vor der JF Stein und begannen mit dem Aufbau der kleinen Zeltstadt. Geplant waren 2 Unterkunftszelte, 1 Küchenzelt und 1 Gemeinschaftszelt. In Summe hatten wir 146 m² Zeltfläche zu stellen.

Ein wenig später traf dann die 2. Wehr ein und das Dorf wurde komplettiert. Hinzu kam noch ein Volleyballfeld für die sportlichen Aktivitäten. Gegen Mittag war dann alles fertig aufgebaut. Was sich zunächst nach einem einfachen Zeltlager anhört entpuppt sich jedesmal als wahre Materialschlacht. Hier ein kurzer Überblick: 4 Zelte, 40 Bestecke, 40 Geschirrsets, Tische, Stühle, Gaskocher, Spüle, Grill, 2 Kühlschränke, Spiele, Stromkabel, Licht,....aber auch kleinere Sachen wie Dosenöffner oder Flickzeug für Luftmatratzen.....

Der erste Tag wurde dann zum Gammeltag erklärt, damit die Fahrer wieder etwas Kraft tanken konnten. Bereits am nächsten Tag besuchten wir dann einen Kletterpark. Übrigens der größte seiner Art in Deutschland.
Zu Beginn erfolgte eine sehr gründliche Sicherheitseinweisung und -überprüfung. Diese ist auch dringend erforderlich, denn der Park befindet sich auf 3 Ebenen: In Höhen von 4, 8 und 12 Metern sind jeweils die Parcours aufgebaut.

In 2er oder 3er Teams starteten wir dann in den Jungel aus Hölzern, Tritten, Leinen, Seilwinden und Co. Die meisten hatten schnell den Dreh raus und kamen sehr schnell voran, andere hatten doch Respekt vor der Höhe und traten flott den Rückweg an. Als bereits der Regen einsetzte wagten sich 3 Betreuer auf die höchste Ebene; die schwarze Route. Erschwert durch den rutschigen Untergrund wurde aber auch dieser Parcours gemeistert.

Die folgenden Tage waren sehr von wechselndem Wetter geprägt. Demzufolge mussten auch unsere Aktivitäten sehr spontan diesen Bedingungen angepasst werden: Der Besuch eines Erlebnisbades oder ein Stadtbummel standen bei schlechtem Wetter auf dem Programm.

Die Tage mit schönem Wetter verbrachten wir zum Großteil auf dem Campingplatz. Dann wurde viel Volleyball, Federball oder Fußball gespielt.
Außerdem besuchten wir den Safaripark. Dort begegneten wir weißen Tigern, Antilopen und Giraffen.

Wie bei jedem Zeltlager gab es wieder "Das Zeltlagerspiel des Jahres". War es im letzten Jahr noch "Wizzard" so konnte sich dieses Jahr "Munchkin" durchsetzen. Unzählige Stunden saßen bis zu 12 Personen in 2 Spielrunden zusammen die teilweise über 3 Stunden gingen ohne dabei langweilig zu werden.

Die anfängliche Sorge über die Zubereitung des Essens für die 22 Personen bestätigte sich nicht. 2 neu angeschaffte Gasbrenner und eine Gußpfanne, die mit 2 Personen kaum zu heben war, trugen deutlich zum Stillen des Hungers bei.

Ehe man sich versah war wieder Freitag Abend und die ersten Aufräum- und Packaktionen wurden eingeleitet. Das Ziel der Abfahrt am folgenden Tag um spätestens 10 Uhr wurde ausgegeben.

Samstag morgens klingelte dann um halb sieben der Wecker. Während sich ein Team um das Frühstück kümmerte begann der Rest mit dem Abbau des Gemeinschaftszeltes und dem Packen der Busse. Besonders sorfältig wurde dabei das saubere Verpacken unserer größten Investition, des Gemeinschaftszeltes (ca. 1900 €), durchgeführt.

Da wir auch hier schon eine gewisse Routine entwickelt haben konnten wir bereits um 9:15 Uhr die Heimreise antreten.