StartseiteBerichteEinsatzabteilung23.10.2009 Kinder aus der verrauchten Scheune »gerettet«

23.10.2009 Kinder aus der verrauchten Scheune »gerettet«

Gleich mehrere Kinder und Jugendliche mussten die Feuerwehren aus Bönstadt, Kaichen und Erbstadt Freitagnacht aus einer verrauchten Scheune »retten«. Die Großübung der drei Wehren fand in diesem Jahr in Kaichen auf dem Anwesen der Familie Ebert in der Steinernen Pforte statt.
Neben Stadtbrandinspektor Bernd Reiter und dessen Stellvertreter Kurt Schmidberger schauten sich Nidderaus Stadtbrandinspektor Dieter Bauer, Niddatals Ehrenstadtbrandinspektor Hermann Reiter und Bürgermeister Dr. Bernhard Hertel den Einsatz an.

 

Zahlreiche Zuschauer, zumeist Verwandte der von Silke Merz geschminkten »Opfer«, verfolgten die Übung. Das Szenario: Mehrere Kinder und Jugendliche sind in die Scheune eingedrungen und haben gezündelt. Die Tür lässt sich nicht mehr von innen öffnen. Ein Spaziergänger hat die Hilferufe der Eingeschlossenen gehört und die Notrufnummer gewählt.

Dichter Rauch zog durch die Gassen, als Einsatzleiter Jürgen Rühle, Jugendwart der Kaichener Wehr, die Rettungskräfte anwies. Das Löschfahrzeug fuhr zur Dresdener Straße, unter Regie von Gruppenführer Christoph Baier wurde die Wasserversorgung aufgebaut. Der Atemschutztrupp begann mit der Rettung im Obergeschoss. Die erste Person wurde schnell aufgespürt. Da die Treppe für den Rückzug nicht mehr nutzbar war, wurde ein Weg mit Steckleitern geschaffen. Nacheinander wurden die »Verletzten« gerettet. Mehrere aufgefundene Gasflaschen wurden vor den fiktiven Flammen in Sicherheit gebracht.

Mittlerweile waren auch die beiden Löschfahrzeuge aus Bönstadt und Erbstadt eingetroffen. Die Einsatzkräfte durchsuchten das Erdgeschoss und begannen mit dem Löschangriff. Als alle Personen geborgen und den Helfern des Arbeiter-Samariter-Bunds übergeben waren, wurde »Feuer aus« gemeldet.

Die Zuschauer verfolgten gebannt die sich parallel abspulenden Handlungsstränge und spendeten wiederholt Applaus. Beim abschließenden Antreten rekapitulierte Rühle den Ablauf der erfolgreichen Übung. Stadtbrandinspektor Bernd Reiter lobte die Darsteller. Das gemeinsame Üben bringe die einzelnen Wehren voran. Weiter erläuterte er die im Wetteraukreis bestehende Konzeption beim Massenandrang von Verletzten. Sein Kollege Dieter Bauer aus Nidderau sprach sich für die Anschaffung von Wärmebildkameras aus, die sich im Qualm und der Dunkelheit bewährt hätten.

Zu weiteren Erörterungen und einer heißen Gulaschsuppe, die der Verpflegungszug des Deutschen Roten Kreuzes Florstadt bereitet hatte, zogen alle zum Abschluss ins Gerätehaus.

Quelle: www.wetterauer-zeitung.de